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transkriptionen

Transkription Regeln — Transkribieren von Interviews

Deut­sche oder eng­li­sche (Experten-)Interviews für die Aus­ar­bei­tung von (Zeitungs-)Artikeln, im Rah­men einer Bache­l­or­ar­beit, Mas­ter The­sis oder Dok­tor­ar­beit (Dis­ser­ta­ti­ons­schrift) tran­skri­bie­ren oder Tran­skrip­tio­nen von Pres­se­mit­schnit­ten etc.

Jede Tran­skrip­tion hat ihre eige­nen Regeln. Bei den meis­ten deut­schen Inter­views, Vor­trä­gen, Pres­se­mit­schnit­ten etc. kommt es nur auf den Inhalt an. In auf­wän­di­ge­ren Tran­skrip­tio­nen spie­len auch non­ver­bale Äuße­run­gen eine Rolle.

Sie müss­ten sich also schon im Vor­feld über­le­gen, ob Sie eine Tran­skrip­tion benö­ti­gen, die sich nur auf den Inhalt beschränkt oder eine aufwändigere.

Ein­fa­che Transkription

Hier geht es nur um den Inhalt. Eine Tran­skrip­tion nach ein­fa­chen Regeln bedeu­tet: wört­li­che Wie­der­gabe des Gespro­che­nen mit leich­ter Glät­tung der Spra­che, Kenn­zeich­nung von nicht ver­stan­de­nen oder ver­mu­te­ten Wort­lau­ten, keine Kenn­zeich­nung von Pau­sen, Zeit­mar­ken, Ver­spre­chern, ähs und Ähnli­chem. Es wird alles weg­ge­las­sen, was den Lese­fluss stört. Da es sich hier um eine ein­fa­che Tran­skrip­tion han­delt, ist diese auch am schnells­ten geschrie­ben, was sich im Preis niederschlägt.

Auf­wän­di­gere Transkription

Bei der auf­wän­di­ge­ren Tran­skrip­tion geht es nicht nur um den Inhalt, son­dern auch Pau­sen, empi­ri­sche Äuße­run­gen wie Lachen, Wei­nen etc., Wort­dop­pe­lun­gen, Ver­ständ­nis­si­gnale und Füll­laute der Interviewerin/des Inter­view­ers und der/des Befrag­ten („mhm, ja, aha, ähm“ etc.), Spre­cher­über­lap­pun­gen, Dia­lekte und auch beson­dere Beto­nun­gen wer­den (zum Teil, wie gewünscht) mit tran­skri­biert. Es gibt ver­schie­dene Tran­skrip­ti­ons­re­geln, z. B. nach Kuckartz, Hoffmann-Riem, Dre­sing & Pehl oder nach Flick.

Gene­rell

Gene­rell setze ich nach Wör­tern, deren Schreib­weise mir nicht bekannt ist und die ich auch nicht her­aus­fin­den kann, drei Fra­ge­zei­chen. Wör­ter, die ich gar nicht ver­stan­den habe, kenn­zeichne ich mit drei Fra­ge­zei­chen als Platz­hal­ter und einer Zeit­marke in ecki­gen Klam­mern dahin­ter oder mit (unv.).

Oft höre ich, dass die Sprach– und Ton­qua­li­tät gut oder sehr gut wäre. Wenn ich mir dann ein­mal einen Aus­schnitt von zehn Minu­ten zur Ver­fü­gung stel­len lasse, stelle ich oft fest, dass dies lei­der nicht so ist.

Der Schreib­ser­vice kann noch so schnell tip­pen. Wenn die fol­gen­den Regeln nicht beach­tet wer­den, nutzt die Tipp­ge­schwin­dig­keit des Schreib­ser­vices gar nichts, da er Mühe hat, die Auf­nahme und / oder die Spre­cher zu ver­ste­hen, da auch das mensch­li­che Ohr an seine Gren­zen stößt.

Aber die Tran­skrip­tion beginnt nicht erst nach Zuver­fü­gung­stel­lung der Audi­o­da­teien an den Schreibservice.

Gene­rell gilt, dass Sie zunächst eine Pro­be­auf­nahme für viel­leicht fünf bis zehn Minu­ten machen, diese sich dann ein­mal anhö­ren und auf die Sprach– und Ton­qua­li­tät hin über­prü­fen, bevor Sie die Auf­nahme fortsetzen.

Es gibt zwei wesent­li­che Fak­to­ren, die eine gute bis sehr gute Sprach– bzw. Ton­qua­li­tät garantieren.

Ton­qua­li­tät

Wich­tig ist zual­ler­erst, dass Sie das Inter­view etc. ein­wand­frei aufnehmen.

Dabei gilt es zu beach­ten, dass Hin­ter­grund­ge­räu­sche mög­lichst ver­mie­den wer­den. Dies kön­nen z. B. vor­bei­fah­rende Autos sein. Schlie­ßen Sie ein­fach die Fens­ter oder suchen Sie sich — wenn mög­lich — einen Raum, der ruhi­ger ist. Dies kann auch die Kell­ne­rin sein, die die Getränke bringt. Die Lösung ist hier, sich vor­her schon aus­rei­chend mit Geträn­ken ver­sor­gen zu las­sen. Ablen­kend sind auch Maschi­nen, die im Hin­ter­grund lau­fen wie z. B. in einer Werk­statt / Pro­duk­ti­ons­halle oder auch ein Klin­geln des Tele­fons / Han­dys, ebenso wie ein Gespräch im Hin­ter­grund. Ver­su­chen Sie, sämt­li­che Geräusch­ku­lis­sen von außen aus­zu­schlie­ßen. Soll­ten diese näm­lich lau­ter sein, als das Gespräch an sich, ist das mensch­li­che Ohr nur dar­auf gepolt, ein Geräusch wahr­zu­neh­men, in dem Fall das Neben­ge­räusch. Las­sen sich Neben­ge­räu­sche abso­lut nicht ver­mei­den, schnei­den Sie diese mög­lichst nach der Auf­zeich­nung mit­tels eines Fil­ter­pro­gramms (Schnei­de­pro­gramme wie Auda­city (Free­ware)) raus.

Mit die­sen Fil­ter­pro­gram­men kann man auch nach­träg­lich ein Rau­schen raus­fil­tern. Dies kann man aber nur bedingt machen.

Sor­gen Sie auch dafür, dass die Auf­nah­me­laut­stärke auf mit­tel bis laut ein­ge­stellt ist. Auch Laut­spre­cher und Kopf­hö­rer bzw. Sound­kar­ten im PC haben ihre Gren­zen, sodass diese Auf­nahme nach­her nur bedingt lau­ter wird.

Sprach­qua­li­tät

Wich­tig ist auch bei der Auf­nahme, dass mög­lichst jeder Gesprächs­part­ner nach­ein­an­der spricht, man sich also aus­re­den lässt (Das ist schon eine Frage der Höf­lich­keit und des gegen­sei­ti­gen Respek­tes). Die Schreib­kraft hört hin­ter­her nur noch ein Stim­men­ge­wirr. Das hat zur Folge, dass Sie hohe Nach­be­ar­bei­tungs­zei­ten ein­pla­nen müssen.

Wei­ter­hin ist wich­tig, dass jeder Gesprächs­part­ner lang­sam und deut­lich spricht. Nuscheln sollte ver­mie­den wer­den. Da man höf­lich­keits­hal­ber sei­nen Gesprächs­part­ner ohne­hin beim Spre­chen anschaut, ist eine deut­li­chere Aus­spra­che schon dadurch gege­ben, dass man dann auch in das Auf­nah­me­ge­rät spricht, wel­ches zen­tral plat­ziert ist.

Dia­lekt sollte mög­lichst ver­mie­den wer­den, da nicht nur die ande­ren Gesprächs­part­ner Pro­bleme haben könn­ten, die­sen zu ver­ste­hen, son­dern auch die Schreib­kraft Mühe hat, die­sen zu tran­skri­bie­ren. Bemü­hen Sie sich, Hoch­deutsch zu spre­chen, um Ihnen lange Nach­be­ar­bei­tungs­zei­ten zu ersparen.

Auf­nah­me­ge­räte

Das digi­tale Auf­nah­me­ge­rät sollte nicht zu nah und auch nicht zu weit weg von den “Spre­chern” ste­hen. Dies sollte mög­lichst zen­tral plat­ziert sein. Auf­neh­men kön­nen Sie mitt­ler­weile auch mit Smart­pens (von live­scribe). Das sind soge­nannte Stifte. Hier kann man sogar das Geschrie­bene mit dem Auf­ge­zeich­ne­ten ver­knüp­fen. Als Stu­dent erhält man einen Rabatt beim Kauf. Außer­dem kön­nen Sie auch mit jedem Smart­phone aufnehmen.

Tele­fon­in­ter­views

Bei Inter­views, die am Tele­fon geführt wer­den, ist es wich­tig, dass die Tele­fon­re­geln ein­ge­hal­ten wer­den. D. h., Essen, Trin­ken und Rau­chen wäh­rend des Tele­fo­na­tes sind nicht för­der­lich für die Ver­stän­di­gung (und die Höf­lich­keit) und auch das spä­tere Tran­skri­bie­ren des Inter­views. Nie­sen, Hus­ten oder Nase­put­zen sollte auch ver­mie­den wer­den, ebenso wie Hin­ter­grund­ge­räu­sche (Klin­geln eines ande­ren Tele­fons / Han­dys / Klin­geln von Skype-Anrufen etc.). Sor­gen Sie auch für eine ein­wand­freie Ver­bin­dung, sodass es nicht zu Aus­set­zern oder Rau­schen kommt. Den Hörer sollte man mög­lichst nicht zu nah und auch nicht zu weit am Mund hal­ten. Hier ist näm­lich das Tele­fon das Auf­nah­me­ge­rät. Sie kön­nen auch mit einer Frei­sprech­ein­rich­tung tele­fo­nie­ren, wenn die Qua­li­tät ein­wand­frei ist. Am bes­ten kommt die Stimme rüber, wenn die Gesprächs­part­ner ste­hen. Dies gibt der Stimme einen bes­se­ren Klang. Und lächeln Sie mal beim Tele­fo­nie­ren, das gibt gute Stimmung.

Ver­mei­den Sie Tele­fon­in­ter­views in fah­ren­den Autos oder auf Bahn­hö­fen / Flug­hä­fen, da die Geräusch­ku­lis­sen (Neben­ge­räu­sche) enorm sind. Die Aus­nahme ist, wenn Sie ein Tele­fon­in­ter­view im Auto füh­ren und über eine sehr gute Frei­sprech­ein­rich­tung ver­fü­gen, die die Neben­ge­räu­sche auto­ma­tisch heausfiltert.

Und den­ken Sie daran: Das Tele­fo­nie­ren mit dem Handy ohne Frei­sprech­ein­rich­tung kann teuer wer­den, wenn Sie dabei von der Poli­zei erwischt werden.

Wich­tig:

Sie haben das Inter­view etc. geführt und die Tran­skrip­tion des Inter­views soll jetzt durch­ge­führt wer­den. Sie ken­nen den Inhalt und die spe­zi­fi­schen Wör­ter. Der Schreib­ser­vice kennt diese nicht, sodass es auch vor­kom­men kann, dass der Schreib­ser­vice ein­zelne Wör­ter, die er beim Inter­view schrei­ben soll, nicht versteht.